Lesungen

Zwischen zwei Leben - Von Liebe, Tod und Zuversicht

präsentiert von der Hospiz am St. Elisabeth-Krankenhaus Halle gGmbH

 

Stadtbibliothek

9. Mai 2017 | 19:30 Uhr


Bild: Hoffmann und Campe
Bild: Hoffmann und Campe

"Diejenigen, die mein Schicksal teilen, will ich ermutigen, niemals, wirklich niemals aufzugeben. Und jene Leser, die glücklicherweise keine größeren Schicksalsschläge erleiden mussten, mag meine Geschichte daran erinnern, auf welch schmalem Grat wir unser Leben führen. Jeder Gedanke an das Ende kann auch der Aufbruch zu etwas Neuem sein." (Guido Westerwelle)

Wenige Monate nach dem Ende seiner Amtszeit erfährt Guido Westerwelle im Frühsommer 2014, dass er lebensgefährlich erkrankt ist. Noch nie hat ein deutscher Politiker so offen und ehrlich über seine schwärzesten Stunden, aber auch über die großen Themen seines Lebens geschrieben. 

Am 9. Mai 2017 um 19:30 Uhr liest Mirko Jugelt (MDR) aus dem Buch Von Liebe, Tod und Zuversicht in der Stadtbibliothek.

 

Musik: drum@phone.

Patient ohne Verfügung  - Das Geschäft mit dem Lebensende

Thalia Buchhandlung am Markt

18. Mai 2017 | 20:15 Uhr

Tickets im Thalia: 12,- | erm.: 9,- Euro


Bild: Marion Nelle
Bild: Marion Nelle

In deutschen Kliniken wird operiert, katheterisiert, bestrahlt und beatmet, was die Gebührenordnung hergibt – bei 1.600 Euro Tagespauschale für stationäre Beatmung ein durchaus rentables Geschäft. Dr. Matthias Thöns berichtet aus seiner jahrelangen Erfahrung von zahlreichen Fällen, in denen alte, schwer Kranke mit den Mitteln der Apparatemedizin behandelt werden, obwohl kein Therapieerfolg mehr zu erwarten ist. Nicht Linderung von Leid und Schmerz, sondern finanzieller Profit steht im Fokus des Interesses vieler Ärzte und Kliniken, die honoriert werden, wenn sie möglichst viele und aufwendige Eingriffe durchführen. Thöns' Appell lautet deshalb: Wir müssen in den Ausbau der Palliativmedizin investieren, anstatt das Leiden alter Menschen durch Übertherapie qualvoll zu verlängern. (Text: Piper Verlag)

Matthias Thöns, geboren 1967 in Witten, ist Anästhesist und seit 1998 als niedergelassener Palliativmediziner tätig. Er ist stellvertretender Sprecher der Landesvertretung NRW der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und war Sachverständiger im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags zur Sterbehilfe-Debatte. Sein Anliegen vertrat er u. a. bei Markus Lanz, im Spiegel und in der ZEIT.


Lesebühne Kreis mit Berg

Palais S. | Ankerstraße 3c

31. Mai 2017 | 20:00 Uhr

Eintritt: 5 Euro


Die Lesebühne Kreis mit Berg ist ein Institution für Freunde der satirischen Literatur. Die Autoren Christian Kreis und  Peter Berg lesen eigene Texte und lassen auch ab und zu ihren Gast zu Wort kommen. Die hallesche Soziologin und Angestellte des örtlichen Krematoriums Juliane Uhl versucht an diesem Abend ihr Glück mit den beiden Herren und ihrem Musikanten.

Bild: Lesebühne Kreis mit Berg
Bild: Lesebühne Kreis mit Berg

Podiumsdiskussion

Sterben in Deutschland

8. Juni 2017 | 18:30 Uhr

Franckesche Stiftungen | Freylinghausensaal

 

Bild: MdB Tino Sorge (Foto von Michael Wittig)
Bild: MdB Tino Sorge (Foto von Michael Wittig)

"Sterben in Deutschland" - Was bedeutet das eigentlich? Was geschieht mit Sterbenden, welche Optionen des Lebensendes gibt es und wo sind Veränderungen nötig? Wie sollten wir unsere Toten behandeln und was sagt der Umgang mit Sterben und Tod über uns als Gesellschaft aus? All diese Fragen werden in der Podiumsdiskussion der Stadt der Sterblichen am 8. Juni 2017 gestellt. Gäste: Kathrin Dietl ( Geschäftsführerin der Hospiz am St. Elisabeth-Krankenhaus Halle gGmbH), Kathleen Weinhauer (Pflegedienstleiterin der AGO HALLE - NEUSTADT), Gerhard Packenius (Polizeisselsorge), Tino Sorge (MdB, Gesundheitsausschuss), Dr. med Hendrik Liedke (Leiter Klinik Palliativmedizin des EKH) und Eric Wrede (Bestatter aus Berlin). Moderation: Frieder Weigmann

Vorträge

Hallische Höllenqualen

Lebens- und Sterbegeschichten aus Halle

2. Juni 2017 | 19:30 Uhr | Salinemuseum Siedehalle


Drei Jahre lang haben Dr. Kathrin Möller, Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und ihre Mitarbeiterin Petra Kühne Daten aus den Kirchenbüchern der Marktgemeinde Halle erfasst und damit ein Bild der Lebens- und Sterbekultur der Stadt geschaffen, das nun in die Öffentlichkeit getragen werden soll. Hallesche Höllenqualen ist ein Vortrag über außergewöhnliche Todesfälle im Halle der Frühen Neuzeit. Beginn ist 19:30 Uhr in der Siedehalle der Saline. Der Eintritt ist frei.


Vorträge im historischen Hörsaal

Institut für Anatomie der Universität

Große Steinstraße 52


Bild: Juliane Uhl
Bild: Juliane Uhl

Wissenschaftler der Universität erzählen bürgernah von ihren Berührungspunkten mit dem Tod. Was tut ein Rechtsmediziner? Wie geht das mit der Körperspende? Was ist seit dem Pathologen Virchow alles möglich? Fühlen Sie sich wie ein Student und nehmen Sie Platz in den Rängen des historischen Anatomiehörsaales.

1. Hörsaalabend

Rechtsmedizin

5. Mai 2017 | 18:30 Uhr


Bild: fergregory - Fotolia
Bild: fergregory - Fotolia

Wenn wir den Begriff Rechtsmedizin hören, denken wir an Tatortkommissare und amerikanische Spezialisten, die in Hightech-Laboren Todesursachen suchen. Doch wie sieht der Alltag eines Rechtsmediziners tatsächlich aus? Welche Aufgaben hat die Rechtsmedizin? Woran sieht man, dass ein Mensch tot ist? Gibt es den Scheintod wirklich und was geschieht bei der zweiten Leichenschau? All diese Fragen werden  durch den Oberarzt der Prosektur des Instituts für Rechtsmedizin Dr. Dankwart Stiller am ersten Hörsaalabend der Stadt der Sterblichen beantwortet.


2. Hörsaalabend

Körperspende

24. Mai 2017 | 18:30 Uhr


Bild: yodiyim - Fotolia
Bild: yodiyim - Fotolia

Die Studierenden der Medizin müssen den menschlichen Körper verstehen und begreifen lernen. Zu diesen Lehr- und Forschungszwecken bedarf es "Studienmaterials" in Form von menschlichen Leichnamen. Doch wie genau wird man Körperspender und was geschicht mit dem Toten? Prof. Dr. Kielstein, Leiterin des Instituts für Anatomie ist verantwortlich für die Präparationskurse und die Körperspender. An diesem Hörsaalabend gibt sie Einblicke in ihre Arbeit.

3. Hörsaalabend

Von Virchow zur Molekularbiologie

13. Juni 2017 | 18:30 Uhr


Bild: Gerhard Seybert - Fotolia
Bild: Gerhard Seybert - Fotolia

1858 veröffentlichte Rudolf Virchow seine Theorie der Zellularpathologie, die besagt, das Krankheiten auf Störungen der Körperzellen basieren. Damit legte er die Grundsteine für die moderne Pathologie und Molekularbiologie. Durch diese Entwicklungen wurden immer kleinere Details der menschlichen Biochemie entdeckt und die menschliche DNA entschlüsselt. Prof. Dr. Claudia Wickenhauser wird am letzten Hörsaalabend über die Geschichte der Pathologie sprechen und zeigen, wie die Wissenschaft aus dem Mysterium Körper ein begreifbares System aus kleinsten Einheiten geformt hat.